Schlaflabor zuhause – Kosten, Ablauf & Voraussetzungen


Mann sitzt im Schlafzimmer und überprüft seine Schlafapnoe-Therapie über die ResMed-App auf dem Smartphone, während das CPAP-Gerät auf dem Nachttisch steht.

Schlaf­pro­ble­me sind weit ver­brei­tet. Vie­le Betrof­fe­ne lei­den unter star­ker Tages­mü­dig­keit, Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­men oder lau­tem Schnar­chen – oft über Jah­re. Häu­fig steckt eine Schlaf­apnoe dahin­ter, eine ernst­zu­neh­men­de schlaf­be­zo­ge­ne Atmungs­stö­rung. Ein Schlaf­la­bor ist die wich­tigs­te Metho­de, um die­se zuver­läs­sig zu dia­gnos­ti­zie­ren. Doch nicht immer ist ein Auf­ent­halt in einer Kli­nik not­wen­dig. Ein Schlaf­la­bor zuhau­se kann in vie­len Fäl­len eine gleich­wer­ti­ge, deut­lich kom­for­ta­ble­re Alter­na­ti­ve sein.

Was ist ein Schlaflabor zuhause ?

Ein Schlaf­la­bor zuhau­se ist eine ambu­lan­te schlaf­me­di­zi­ni­sche Unter­su­chung, die im gewohn­ten Schlaf­um­feld durch­ge­führt wird. Dabei wer­den über Nacht rele­van­te Kör­per­funk­tio­nen auf­ge­zeich­net, um schlaf­be­zo­ge­ne Atmungs­stö­run­gen zu erken­nen oder aus­zu­schlie­ßen. Im Gegen­satz zu Schlaf-Apps oder Smart­wat­ches han­delt es sich um medi­zi­ni­sche Dia­gnos­tik, deren Ergeb­nis­se ärzt­lich aus­ge­wer­tet werden.

Mit dem Mobi­len Schlaf­la­bor wer­den fol­gen­den Para­me­ter gemes­sen :
 Atem­fluss und Atem­aus­set­zer, Sau­er­stoff­sät­ti­gung im Blut, Herz­fre­quenz und Puls­ver­lauf, Atem­be­we­gun­gen von Brust und Bauch. 

Im Ver­gleich zum sta­tio­nä­ren Schlaf­la­bor unter­schei­det sich die ambu­lan­te Unter­su­chung aus­schließ­lich durch das Feh­len einer Video­auf­zeich­nung. Die erho­be­nen Mess­pa­ra­me­ter sind jedoch dia­gnos­tisch voll ver­wert­bar und erlau­ben eine prä­zi­se schlaf­me­di­zi­ni­sche Beur­tei­lung. Die Unter­su­chung erfolgt mit einem zuge­las­se­nen medi­zi­ni­schen Mess­ge­rät und wird im Anschluss durch schlaf­me­di­zi­nisch qua­li­fi­zier­tes Team von Ärz­tin­nen und Ärz­te beurteilt.

Wie läuft ein Schlaflabor zuhause ab ?

Vor der Unter­su­chung erfolgt ein ärzt­li­ches Vor­ge­spräch oder eine struk­tu­rier­te Ana­mne­se. Dabei wird geklärt : Wel­che Beschwer­den bestehen?, Gibt es Vor­er­kran­kun­gen (z. B. Herz‑, Lun­gen- oder Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen)?, Ist eine ambu­lan­te Mes­sung medi­zi­nisch sinnvoll ?

1. Über­ga­be und Ein­wei­sung in das Mess­ge­rät : Das Mess­ge­rät wird per­sön­lich über­ge­ben oder gelie­fert. Die Hand­ha­bung ist ein­fach und wird genau erklärt.

2. Mes­sung wäh­rend des Schlafs : Die Mes­sung erfolgt wäh­rend einer nor­ma­len Nacht zuhau­se. Es ist kein Kli­nik­auf­ent­halt not­wen­dig. Die meis­ten Men­schen schla­fen zuhau­se deut­lich ruhi­ger als in einer frem­den Umgebung.

3. Ärzt­li­che Aus­wer­tung : Nach Rück­ga­be des Geräts wer­den die Daten ärzt­lich aus­ge­wer­tet. Ent­schei­dend ist nicht nur die Tech­nik, son­dern die medi­zi­ni­sche Inter­pre­ta­ti­on der Messwerte.

4. Befund & wei­te­res Vor­ge­hen : Sie erhal­ten eine ver­ständ­li­che Rück­mel­dung : Liegt eine Schlaf­apnoe vor ? Wie aus­ge­prägt ist sie ? Ist eine The­ra­pie not­wen­dig und wenn ja, welche?Falls erfor­der­lich, wird die wei­te­re Behand­lung ein­ge­lei­tet oder koordiniert.

Was kostet ein Schlaflabor zuhause ?

Die Kos­ten hän­gen davon ab, wie Sie ver­si­chert sind und in wel­chem medi­zi­ni­schen Kon­text die Unter­su­chung erfolgt.Für pri­vat­ver­si­cher­te Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wer­den die Kos­ten in der Regel nach GOÄ abge­rech­net. Eine Erstat­tung durch die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung ist häu­fig zu 100% mög­lich, abhän­gig vom indi­vi­du­el­len Tarif.

Die Kos­ten lie­gen je nach Umfang und ärzt­li­cher Betreu­ung meist im Bereich von ca. 500 – 600 €.

Schlaflabor zuhause oder Klinik – was ist besser ?

Im Ver­gleich zum sta­tio­nä­ren Schlaf­la­bor unter­schei­det sich die ambu­lan­te Unter­su­chung aus­schließ­lich durch das Feh­len einer Video­auf­zeich­nung. Die erho­be­nen Mess­pa­ra­me­ter sind jedoch dia­gnos­tisch voll ver­wert­bar und erlau­ben eine prä­zi­se schlaf­me­di­zi­ni­sche Beurteilung.

Hin­zu kommt, dass die Unter­su­chung in der gewohn­ten häus­li­chen Umge­bung statt­fin­det. Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten schla­fen in ihrem eige­nen Bett und mit ihren übli­chen Schlaf­ge­wohn­hei­ten, was zu einer natür­li­chen und rea­li­täts­na­hen Abbil­dung des Schlaf­ver­hal­tens führt.

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